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Es gibt im Grunde zwei Typen von Teleskopen: die Refraktoren (Linsenteleskope) und die
Reflektoren (Spiegelteleskope). Zusätzlich gibt es noch diverse Misch-Typen.
Der Refraktor besteht aus einem Objektiv (vorne) und einem Okular (hinten).
Das Objektiv erzeugt im Brennpunkt ein auf dem Kopf stehendes, seitenverkehrtes Bild.
Dieses wird vom Okular vergrößert. Die Verwendung eines Zenitspiegels erleichtert zum
einen den Einblick und erzeugt ein aufrecht stehendes, aber immer noch seitenverkehrtes Bild.
Beim Reflektor befindet sich der Hauptspiegel am Ende des Tubus. Der Sekundärspiegel
reflektiert das vom Hauptspiegel kommende Licht entweder zur Seite oder (durch ein
Loch im Hauptspiegel) nach hinten.
Das Newton-Teleskop OkulareMan braucht verschiedene Vergrößerungen:
Die Vergrößerung hängt von der Brennweite des Teleskops ab. Sie berechnet sich zu: Vergrößerung = Teleskopbrennweite / Okularbrennweite Daraus ergibt sich: Okularbrennweite = Teleskopbrennweite / Vergrößerung Z.B. für ein Teleskop mit 1000mm Brennweite:
Ein weiteres Kriterium ist die Austrittspupille, d.h. der Durchmesser des aus dem Okular austretenden Lichtstrahls. Dieser sollte nicht größer als der Durchmesser der Pupille im Dunkeln sein (etwa 8mm) und nicht kleiner als 2mm. Die Austrittspupille errechnet sich zu: Austrittspupille = Objektivdurchmesser / Vergrößerung Z.B. für ein Teleskop mit 200mm Öffnung und 1000mm Brennweite:
Da es Okulare nur mit bestimmten Brennweiten gibt (oder sehr teuer sind), muss man hier Kompromisse eingehen.
Da sich die Erde um ihre Nord-Süd-Achse dreht, muss ein Teleskop in die entgegengesetzte
Richtung bewegt werden. Dies nennt man Nachführung.
Azimutal vs. Parallaktisch (siehe Himmelsmechanik Teil1: die Erde im Raum) Bei einer
azimutalen Montierung steht die eine Achse senkrecht und die andere waagerecht. Dies hat
den Nachteil, dass das Teleskop in beiden Achsen nachgeführt werden muss. Dies bewirkt
eine Bildfelddrehung.
Bei der parallaktischen Montierung wird die Rektaszensions-Achse nach Norden ausgerichtet
und so gekippt, dass der Winkel zur Horizontalen dem Breitengrad des Beobachters entspricht.
Dadurch liegt sie parallel zur Erdachse, zeigt also auf den Nordpol. Darum muss zur
Nachführung nur diese Achse gedreht werden und die Bildfelddrehung wird vermieden.
Stellen Sie als erstes die Himmelsrichtungen fest.
Als nächstes sollte man vesuchen, die wichtigsten Sternbilder
zu erkennen. Hier hilft eine drehbare Sternkarte, oder ein
entsprechendes Buch.
Wie die Sonne, so gehen auch die Sternbilder im Osten auf,
erreichen im Süden den höchsten Punkt ihrer Bahn (kulminieren)
und gehen im Westen wieder unter.
Freie Sicht in alle Richtungen, oder zumindest nach Süden,
denn hier kulminieren die Beobachtungsobjekte, d.h. sie
erreichen den größten Abstand vom Horizont (die sog.
größte Höhe).
Dunkelheit: Der Beobachtungsort sollte frei von störenden
Lichtquellen sein, wie Straßenlaternen, beleuchteten Fenstern
oder vorbeifahrenden Autos.
Auch Lampen in weiterer Entfernung können stören, wenn
sie genau in Blickrichtung liegen.
Selbst Städte in größerer Entfernung führen bis zu
einer gewissen Höhe zu einer Aufhellung des Himmels.
Windschutz: An einer windgeschützten Stelle ist es zum
einen weniger kalt, zum anderen kann Wind ein Fernrohr und
damit sein Bild zum Zittern bringen, was die Beobachtung
beeinträchtigt.
Darum, und auch zur Abschirmung von Lichtquellen, ist es gut,
wenn in einiger Entfernung Bäume, Büsche, Hecken oder Gebäuden
einen gewissen Schutz bieten.
Machen Sie sich eine Liste, z.B.:
Die Sicht auf die Sterne wird durch die Atmosphäre behindert. Zum
einen enthält sie Staub und Feuchtigkeit, welche die Durchsicht
trüben. Zum anderen stört die Luftunruhe, verursacht durch Wind und aufsteigende
Warmluft, bzw. absinkende Kaltluft. Letzeres macht sich im Teleskop dadurch
bemerkbar, dass das Bild mal scharf und dann wieder unscharf ist.
Die Qualität des Himmels kann vereinfacht durch die Sichtbarkeit von Sternen
verschiedener Helligkeit beurteilt werden.
Eine andere Methode ist die Bortle-Scala:
Schauen Sie NIE in die Sonne. Schon mit bloßen Auge kann das zu einer
Schädigung der Netzhaut führen. Erst recht mit einem Teleskop das viel
mehr Licht sammelt. Bestimmt hat jeder schon gehört, dass man mit einem
Zum Vergleich: Die Pupille hat im Mittel einen Durchmesser von 5mm.
Daraus ergibt sich eine Fläche von ca. 20mm2.
Schon ein kleines Fernrohr hat einen Objektivdurchmesser von 50mm.
Daraus ergibt sich eine Fläche von ca. 1963mm2. Das ist fast das
100-fache !
Mit bloßem Auge sollten unter dunklem Landhimmel z.B. folgende Objekte
zu sehen sein: Sternbilder, Sternschnuppen, Mond, Orionnebel, die Milchstraße,
Alkor und Mizar, Andromeda-Nebel, M44, h+chi Persei.
Fernglas: offene Sternhaufen (Plejaden, M44)
2-Zöller bis Vergrößerung 50-fach: Mond, Doppelsterne, offene Sternhaufen.
4-Zöller bis Vergrößerung 150-fach: Mond, Doppelsterne, offene Sternhaufen,
einfache Kugelsternhaufen und einfache Galaxien (grad so), Planeten.
Ab 8 Zoll: Deep Sky
Der Mond kann mit seinem Licht die Beobachtung lichtschwacher Objekte
behindern, insbesondere, wenn er in der Nähe des Objektes steht.
Man sollte ein Teleskop schon in der Dämmerung aufbauen damit es auskühlen kann.
Dies kann je nach Bauart verschieden lange dauern. (30 Minuten bis eine Stunde.)
Natürlich sieht man schon vorher etwas, aber die Schärfe wird mit der Zeit besser.
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